Mondgesicht

Mein Mond kommt übern Berg und schaut mich an

Ein Dunkel ändert seinen Sinn, die Wolken leuchten.

Kühl, silbern, kostbar übern Himmel hin

Verteilt das Sternenlicht sein zwinkerndes Gerätsel.

Kometen zieh’n und Schnuppen durch die Träume.

Kein Wunsch bleibt ungewünscht in dieser Nacht.

In diesen Fernen schwinden alle Nöte

In diesen Fernen stirbt uns nichts und nie

Erwacht ein Wesen uns die Welt zu lösen

In Glück und Räusche fleischlicher Begierde.

So trösten sie uns über den Verlust

Und den Verzicht und die versagten Wünsche

So oft wir wollen, und das ist zu oft

Um nicht des Universums letzten Winkel

Ganz zu erfüllen mit der Welt, von uns erhofft.

Komm, lieber Mond, eh alle Zukunft schwindet

Verstopft von unerfüllbarem Begehren

Du steinern klagendes Gesicht, komm, sieh mich an

Du sollst heut Nacht mich wieder hoffen lehren.

 

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